Cahuita & Cahuita Nationalpark, Costa Rica

Im Herzen der südlichen Karibikküste Costa Ricas scheint die Zeit im kleinen Ort Cahuita still zu stehen. Nur ein kurzes Stück vom beliebten Partyort Puerto Viejo entfernt, kannst du hier immer noch das ursprüngliche Karibik-Flair genießen und die Seele einfach baumeln lassen. Doch nicht nur das macht den lebenslustigen Ort so attraktiv, denn Cahuita hat auch einen der schönsten Nationalparks des Landes zu bieten. Die wichtigsten Infos und Tipps dazu erfährst du deshalb in diesem Artikel.

Cahuita

In Cahuita angekommen, tauchst du sofort in die fröhlich entspannte Atmosphäre des kleinen Siedlerorts ein. Auf unbefestigten Straßen triffst du auf bunt bemalte Häuser, liebevoll gestaltete Lokale, entspannte Einwohner und karibisches Hippie-Flair. Da das Ortszentrum relativ klein ist, erkundest du Cahuita und die Umgebung am besten zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Früher oder später wirst du dir dabei wohl die Frage stellen: zum schwarzen oder zum weißen Strand?

Strasse in Cahuita | Foto: Jessi Baum – Lens & Feather

Wandbemalung in Cahuita | Foto: Jessi Baum – Lens & Feather

Die schönsten Strände bei Cahuita

Cahuita liegt zwar am Meer, jedoch nicht direkt an einem eigenen Strand. Nur fünf Minuten weiter der Küste entlang erreichst du jedoch einen langen schwarzen Sandstrand. Von der dunklen Farbe solltest du dich nicht abschrecken lassen, denn an der Playa Negra herrschen höchste ökologische Maßstäbe (Erfahre hier mehr zum Thema) und du kannst dort wunderbar schwimmen. Der schwarze Sand ist wahrscheinlich durch Partikel kohlenstaubhaltiger Erdschichten entstanden und ist wirklich sehenswert.

Wenn du dennoch lieber weißen Sand oder einfach Abwechslung magst, kannst du am Eingang zum benachbarten Nationalpark an der Playa Blanca das Meer genießen.

Parque Nacional Cahuita

Das beliebteste Ausflugsziel Cahuitas ist sicherlich der nahe gelegene Nationalpark. Der Parque Nacional Cahuita ist zwar vergleichsweise klein, umfasst aber eine riesige Vielfalt an Flora und Fauna (Mehr zu Costa Rica’s Biodiversität), dazu weiße Sandstrände und eines der letzten lebenden Korallenriffe Costa Ricas.

Zum Nationalpark gibt es zwei Eingänge, an den Rangerstationen Kelly Creek und Puerto Vargas, die durch einen wunderschönen Wanderweg verbunden sind. Die Station Kelly Creek liegt direkt bei Cahuita, während Puerto Vargas etwa 3,5 km entfernt liegt. Wenn du den gesamten Weg gehen möchtest, solltest du also bereit sein, dieses zusätzliche Stück entlang der Küstenstraße zurückzugehen.

Der 8 km lange Wanderweg im Nationalpark ist aber wirklich lohnenswert und eher leicht zu bewältigen. Er führt im steten Wechsel durch den Dschungel und am Strand entlang, immer wieder bieten sich wunderschöne Rastplätze und Strandabschnitte. Auf kleinstem Raum kannst du dann eine vielfältige Landschaft bestaunen, von uralten Baumriesen bis zu Mangrovendickichten, an kleinen Lagunen entlang und über mystische Sumpflandschaften.

Das einzige kleine Hindernis ist der sogenannte „Faultierfluss“, der Río Perezoso. Er durchschneidet die Punta Cahuita und lässt sich normalerweise leicht überqueren. Nach starken Regenfällen kann er den Weg jedoch auch gelegentlich versperren. Du solltest dich also, wie immer, der Wetterlage vorher bewusst sein.

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Tropenbooking

Abgesehen von der schönen Aussicht auf die Küste und dem beeindruckenden Regenwald, ist das eigentliche Highlight des Nationalparks aber, wie so oft, die Artenvielfalt der Tiere. Erstaunlich viele Kapuzineraffen schwingen sich bereits am Parkeingang von Baum zu Baum und kreuzen ab und an sogar den Wanderweg. Tiefes Dröhnen verrät zudem eine Vielzahl von Brüllaffen, lange bevor du ihnen begegnest. Mit gutem Auge kannst du im Park auch Dreifingerfaultiere erspähen, außerdem natürlich Wasch- und Nasenbären, unzählige Vogelarten und viele weitere große und kleine Tiere. Es erinnert fast ein wenig an Manuel Antonio (Link zum entsprechenden Artikel direkt bei Lens & Feather), jedoch weitaus ruhiger und mit viel weniger Besuchern.

Eine weitere Besonderheit des Nationalparks ist natürlich das Korallenriff, für das der Park ursprünglich gegründet wurde. Leider hat es durch Erdbeben und unvorsichtige Touristen schon einigen Schaden davontragen müssen. Das Schwimmen oder Schnorcheln auf eigene Faust ist an diesem Teil des Nationalparks deshalb zum Glück untersagt und wird streng überwacht (Erfahre hier mehr zum nachhaltigen Tourismus in Costa Rica). Trotzdem bietet das Riff, in Begleitung eines lizensierten Führers, immer noch wunderschöne Gelegenheiten zum Schnorcheln, am besten während der Trockenzeit.

Einfach nur Schwimmen kannst du stattdessen gut vor und hinter dem Riff an der Playa Blanca und der Playa Vargas, wo grüne Flaggen Entwarnung geben.

Flussüberquerung im Cahuita Nationalpark | Foto: Jessi Baum – Lens & Feather

Kapuzieraffe im Cahuita Nationalpark | Foto: Jessi Baum – Lens & Feather

Krabbe im Cahuita Nationalpark | Foto: Jessi Baum – Lens & Feather

Praktische Infos zum Parque Nacional Cahuita

  • Öffnungszeiten: 8-17 Uhr
  • Eintritt ab Rangerstation Kelly Creek: freiwillige Spende
  • Eintritt ab Rangerstation Puerto Vargas: 10 US$
  • Schnorcheln am Riff: ca. 25 US$ (nur mit lizensiertem Führer)

Eingang zum Cahuita Nationalpark | Foto: Jessi Baum – Lens & Feather

Fazit

Das kleine Örtchen Cahuita, und vor allem der Nationalpark (alle Nationalparks hier), sind auf jeden Fall einen Besuch wert. Abseits der karibischen Metropolen kannst du hier nicht nur das entspannte Flair in vollen Zügen genießen, sondern auch einen der schönsten Nationalparks Costa Ricas direkt zu Fuß erkunden. Die Vielfalt des eher kleinen Parks ist einfach unglaublich und bisher trotzdem weitaus weniger populär als andere Nationalparks. Für verantwortungsvolle Naturfans ein absolutes Highlight!

Pura Vida,

Jessi

Über die Gastautorin:

Hey, ich bin Jessi,

reiselustige Studentin, ausgerüstet mit Kamera und Schreibfeder stets auf der Suche nach neuen Abenteuern rund um den Globus.

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Gastautor

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1 Antwort
  1. Ortiz
    Ortiz says:

    Vor 25 Jahren wurde noch Cahuita als Partyort gepriesen, und Puerto Viejo war das kleine verschlafene Dörfchen. Jedes hat seinen Reiz, und es wurde zum Glück nicht so viel gebaut wie an der pazifischen Küste. Ich habe vor 20 Jahren in Puerto Viejo geheiratet und mit meiner Familie besuchten wir auch den Nationalpark in Cahuita. Für alle war es ein wunderschöner Ausflug, und ich kann es jedem der in der Nähe ist, empfehlen.

    Antworten

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