Costa Rica Reise: Wissenswertes

Immer wieder werden wir gefragt, ob und wenn ja welche Impfungen in Costa Rica vorgeschrieben sind, ob das Wasser vom Hahn trinkbar ist und ob US-Dollar überall akzeptiert werden. Über einige der Themen haben wir zwar bereits berichtet, viele andere gehören aber in eben diesen Artikel.

Ein Sammelartikel über Wissenswertes zu deiner Costa Rica Reise. Kreuz und quer und ohne spezielle Reihenfolge.

Regenzeit

Einer der hartnäckigsten Irrglauben ist, dass es in der Regenzeit – oder besser „Green Season“ – immer und praktisch ununterbrochen regnet. Dies ist absolut nicht wahr. Costa Rica ist ein Land, dass du ganzjährig bereisen kannst.

Über dieses Thema haben wir ausführlich in „Die Regenzeit in Costa Rica“ berichtet.

Playa Carrillo, Guanacaste

Playa Carrillo, Guanacaste | Foto: m.prinke

Trinkwasser

Vielfach stellt sich die Frage, ob das Wasser hier aus dem Hahnen trinkbar oder allfällig sogar gefährlich ist. Und wir sagen: Es ist sicher es zu trinken. Und zwar praktisch überall.

Ausnahmen können völlig abgeschiedene Gegenden sein, wo man vielleicht besser auf mitgebrachtes Wasser zurückgreift. Ausserdem ist es an vielen Orten jedoch Geschmacksache. Dies, da das Trinkwasser teilweise stark mit Chlor angereicht wird, um Keime zu töten. Im Zweifelsfalle und je nach Person – wie bereits geschrieben – greifst du auf das abgefüllte Wasser zurück.

Für Extremreisende, welche sich in den Dschungel begeben wollen, empfiehlt es sich für den Notfall ein Wasserfiltersystem mitzunehmen. Vielleicht dieses:

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Sonnenschutz

Costa Rica ist ein tropisches Land und befindet sich nur wenige Grad nördlich des Äquators. Du solltest daher niemals ohne genügenden Sonnenschutz losziehen.

Dies auch dann nicht, wenn du am Morgen zu einem nebelverhangenen Himmel aufwachst. Dieser kann sich nämlich relativ rasch und je nach Gebiet rasant in strahlenden Sonnenschein wandeln.

Falls du noch Sonnencrème benötigst, hier findest du eine Idee.

 

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Unterwegs im Auto

Wie wahrscheinlich mittlerweile bekannt, sind die Strassen sowie deren Beschilderung hier eine Sache für sich. Lies mehr zum Thema Auto mieten und fahren wie auch der Navigation in Costa Rica.

Da zusätzlich die Ticos im Verkehr und dessen Regeln etwas kreativer sind, solltest du stets vorsichtig manövrieren. Unsere Erfahrung zum Mietauto und der Reise damit findest du hier.

VW Bus, Puerto Viejo de Talamanca, Costa Rica

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Führerschein

Darf ich mit meinem Führerschein in Costa Rica Auto fahren oder benötige ich einen internationalen?

Du kannst hier während drei Monaten mit deinem eigenen – gültigen – Führerausweis ein Auto mieten und auch führen.

Es sind wirklich nur 3 Monate. Mein Visum war so lange gültig bis der Bescheid der Migrationsbehörde vorlag (was schlussendlich mehr als 6 Monate dauerte). Dies heisst aber nicht, dass der Führerausweis länger als 3 Monate gültig angesehen wird. Dies wird er nämlich nicht.

Beim Wiedereinreisen wird dieser Zähler jedoch auf null zurückgesetzt.

Verkehrsberuhigende „Hindernisse“

In Europa siehst du innerorts, speziell in Wohngebieten, bekannte Strassenerhebungen, welche zum Langsam-Fahren auffordern.

Diese gibt es hier auch. Sie sind aber stellenweise übertrieben hoch konzipiert und du könntest meinen, dass du über ein auf der Strasse verendetes Tier fahren würdest… Oder einen Menschen! Daher nennt man diese Teile hier auch „muertos“ – also „Tote“ oder „Toter“. Das Ziel – langsam fahren zu müssen – erzwingen diese Hindernisse jedoch regelrecht.

Achtung: Manchmal sind diese sichtbar gelb markiert, manchmal siehst du sie jedoch zu spät.

 

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Netzspannung

Die Netzspannung in Costa Rica ist grundsätzlich 120V und es wird somit notwendig einen Adapter mitzubringen. Eigentlich nicht mal unbedingt wegen der Differenz der Spannung, da z.B. Mobiltelefone und deren Ladekabel dies umwandeln. Aber aufgrund des Steckers, welcher anders angeordnet ist.

Empfohlenerweise besorgst du dir einen solchen aber bereits zu Hause, da diese hier nicht überall zu finden sind (am ehesten findest du solche am Flughafen, in grösseren Hotels usw.).

Tipp: Ich empfehle dir an dieser Stelle die Reiseadapter von SKROSS.

Foto: SKROSS

Reiseadapter für Costa Rica (Stecker oben wie hier im Land)*

Trinkgelder

Soll ich Trinkgeld geben? Wenn ja, wieviel?

Im Restaurant

Anders als in vielen anderen Ländern, ist Costa Rica in diesem Belange ziemlich „angenehm“. Wenn du in einem Restaurant die Rechnung verlangst („La cuenta, por favor!“), so wirst du auf dieser den Service sowie die Steuern verrechnet sehen.

Alle meine Tico-Freunde bezahlen genau diesen Betrag, es ist unüblich Trinkgelder zu geben. Du wirst auch keinen verächtlichen Blick des Kellners bemerken, wenn du dem Beispiel meiner Freunde folgst. Selbstverständlich liegt es bei dir trotzdem etwas zu geben, wenn der Service ausgesprochen gut war.

Achtung: Denke immer im Vorfeld daran, dass dein Essen im Normalfall 25% (15% Steuern + 10% Service) mehr kosten wird. Dies fällt nur dann weg, sollten die Preise dementsprechend gekennzeichnet sein. Siehe auch Fehler bei deiner deiner Costa Rica Reise verhindern.

Im Hotel

Im Hotel ist es empfehlenswert den internationalen Gepflogenheiten zu folgen und dem Angestellten, welcher deine Gepäckstücke für dich schleppt, etwas zu geben. Vielleicht 500 oder 1’000 Colones oder so. Manche würden sagen vielleicht 250 Colones pro Gepäckstück.

Auch dem Raumpflegepersonal solltest du etwas geben. Vielleicht 500 Colones pro Tag, den man bleibt.

„Guachiman“

Dieses Wort kommt etwa vom englischen „Watch-Man“. Du triffst diese Herren (oder Damen) an jeder Ecke in San José, Cartago und vielen anderen Orten, wo es um das Parkieren geht. Du erkennst sie an ihren orangen oder gelben Leuchtwesten.

Diese werden dir beim Ein- und Ausparkieren behilflich (ob du diese Hilfe benötigst oder nicht) sein und geben sich während der Zeit deiner Absenz (du bist am Shoppen, am Essen, usw.) verantwortlich für dein Fahrzeug. Sie schauen (to watch) zu ihm, so kann man sagen. Ob sie wirklich was unternehmen, sollte was mit deinem Fahrzeug passieren, wage ich hier mal zu bezweifeln.

Auf alle Fälle gebe ich dem „Guachi“ beim Wegfahren immer 100 – 300 Colones aus dem Autofenster – je nachdem wie lange ich weg oder wie er mir behilflich war. Vielleicht sogar mal 500 Colones.

Du musst nichts geben. Aber sei dir bewusst, dass die meisten der Guachi nur von dem leben, was sie täglich mit dieser Dienstleistung machen.

Impfungen

Absolut nicht notwendig ist es sich vor seiner Reise nach Costa Rica gegen Malaria oder Typhus impfen zu lassen. Ich höre ab und zu von Leuten, die mit entsprechendem Schutz als auch teuren Pillen hierher kommen. Vielfach vom Arzt empfohlen oder verschrieben. Empfohlene Impfungen sind die „gängigen“, Gelbfieber z.B.

Dengue ist hierzulande ein Thema. Im Jahr 2011 wurden 23’000 Fälle gemeldet, was zuerst als hohe Ziffer erscheint. Wenn du dies jedoch über die Bevölkerungshöhe relativierst, so sind die genannten Fälle ca. 0.005% der Bevölkerung.

Meine Frau lebt hier seit ihrer Geburt und weder sie noch ihre gefühlten hundert Verwandten hatten je einen Fall von Dengue…

Lies hier mehr zum Schutz gegen Mosquitos in Costa Rica.

Diebstähle

Klar, du bist permanent ein mögliches Opfer eines Diebstahls. Du bist reich! – „Ich bin nicht reich“ wirst du mir nun sagen. Für die Leute hier (die Diebe) bist du es, egal was du zu deiner Situation zu berichten hast. Du konntest dir ja auch die Reise hierhin leisten…

Ferner ist es klar, dass du deiner Habe genügend Achtung schenken sollst. Lies ausserdem mehr zur Sicherheit in Costa Rica.

Aber: Vergiss nicht zu geniessen! Das sage ich immer wieder, da ja nicht jeder Tico beabsichtigt dich um deine Wertsachen zu erleichtern. Die Ticos sind superliebe Menschen!

Sich anpassen

Wie überall auf der Welt, solltest du dich als Reisender den hiesigen Gepflogenheiten etwas anpassen.

In Costa Rica ist dieser Hinweis wichtig, da die Ticos sehr freundliche Leute sind. Das Fehlen eines „por favor“ (bitte) oder des „gracias“ (danke) kommt nicht unbedingt gut an. Man wird es dir wahrscheinlich nicht übel nehmen, geschweige denn sagen, aber du bist auf der anderen Seite auch der Botschafter unserer Kultur.

Die Toilettenfalle

Beim Benutzen der Toilette musst du eines wissen:

Praktisch in ganz Costa Rica darfst du kein Toiletten-Papier das WC hinunterspülen.

Die Gefahr einer Verstopfung ist zu gross, da das Abwasser meist keinen Abgang in ein Kanalisationssystem findet. Das gebrauchte Papier kannst du im Behälter, welcher neben jedem Thron zu finden sein sollte, entsorgen.

Bereits erwähnt in „Zu Gast bei Ticos“.

Akzeptanz des US-Dollars

Viele fragen uns mit einer Bestimmtheit es ohnehin bereits zu wissen: „Der US-Dollar ist in Costa Rica ja überall akzeptiert, oder?“

Dies ist aber nicht so. Klar, die allermeisten Hotels akzeptieren neben Kreditkarten auch den US-Dollar. In abgelegeren oder „Nicht-Touristen-Hochburgen“ jedoch nimmt man ausschliesslich den Colón für Waren und Dienstleistungen entgegen. Gut, dass die Geld-Automaten Abdeckung aber hoch ist.

Ah, und dass Euro akzeptiert werden, davon solltest du nicht ausgehen. Es mag Orte geben, aber die Wahrscheinlichkeit ist verschwindend klein.

Lies mehr im Artikel „Geld: Wie bezahlen in Costa Rica“.

Dollar oder Colones

Was ist eine „Soda“?

Die Sodas sind kleine Bistros oder Restaurants. Du kannst dort vielfach gut und für ganz kleines Geld eine ausgezeichnete Mahlzeit zu dir nehmen, welche dich gestärkt weiterziehen lässt. Beinahe immer auch take-away.

Wie weiss man, ob ein Soda gut ist? Ganz einfach; dort, wo es viele Einheimische sitzen hat.

Lies mehr über die 9 Spezialitäten, die man in Costa Rica probiert haben muss.

Ladenöffnungszeiten

Solltest du einmal später an deinem Zielort ankommen und etwas zu Knabbern oder Trinken besorgen wollen, so ist dies in Costa Rica kein Problem.

Falls du nicht in einem sehr kleinen und abgelegenen Nest residierst, so wirst du überall Supermärkte oder Kiosks finden, die bis tief in die Nacht geöffnet haben. Und dies meist auch samstags und sonntags.

„One-way travel“ nach Costa Rica

Für alle, die keine grossen Pläne haben und von Costa Rica aus weiter planen möchten, sei hier eines gesagt;

Im Grundsatz wird dir die Einreise mit einem one-way Ticket nicht erlaubt. Dir wird wahrscheinlich bereits die Abreise am Heimflughafen verboten.

Im Grundsatz können wir sagen, dass du ins Land gelassen werden solltest, wenn du eine Weiterreise vorweisen kannst. Hierzu gibt es die Möglichkeit ein Busticket entweder in Richtung Panama oder Nicaragua zu kaufen (vor Abreise im Heimatland). Im Grundsatz muss man dich somit einreisen lassen.

Achtung:

Dieses Thema wird zusehends heikler, denn Länder wie Costa Rica werden von nicht konform wieder ausreisenden Touristen gut besucht. Will heissen: Touristen, die ins Land einreisen und nach 90 Tagen (Visum gilt so lange, im Grundsatz) für wenige Trage wieder ein- und ausreisen. Gesetzes- oder Handhabungsänderungen können über Nacht passieren.

Unser Tipp daher: Analysiere dies gut. Eine Gewähr kann niemand geben.

Reisedistanzen

Die Distanzen hier sind anders zu interpretieren als in Europa. Wenn du z.B. denkst, dass du es mit dem Auto von San José aus nach Cartago (24km) in 10 – 15min schaffen kannst, dann liegst du schlicht und einfach sehr sehr falsch. Und ich sage dir dann: „Welcome to Costa Rica!“.

Die Strassenführung, die Strassen an und für sich sowie der Verkehr führen dazu, dass du einiges länger unterwegs sein wirst. In meinem Beispiel mindestens 40 – 50min, im Extremfall sogar zwischen 1 – 1.5h. Und dies betrifft nicht nur die städtischen Bereiche.

Trotzdem ist es richtig, dass Costa Rica ziemlich überschaubar in der Grösse ist und du dich am Vormittag von der Karibischen See verabschieden und am Abend den Pazifik begrüssen kannst. Du benötigst einfach etwas länger. Aber du bist ja in den Ferien, also „tranquillo“!

Hier mehr über das Auto mieten und fahren in Costa Rica.

Macheten

In ländlichen Gegenden siehst du oft Leute mit Macheten umherlaufen.

Keine Angst, dies ist ganz normal und könnte als Äquivalent zum Hammer bei Handwerkern in Europa angesehen werden.

Machete | Foto: Wikipedia

Machete | Foto: Wikipedia

Fussgänger

In der Schweiz und generell Zentraleuropa hat der Fussgänger bei Zebrastreifen Vortritt und auch sonst ist man sensibilisiert, dass sie die schwächsten Verkehrsteilnehmer sind.

In Costa Rica ist dies gegenteilig. Sei sehr vorsichtig beim Überqueren von Strassen! Vor allem in den Städten.

Haben wir etwas vergessen? Falls ja, so erwarten wir gerne deinen Input.

Pura vida!

Fasziniert von Costa Rica?

Uns geht es genau so. Darum leben wir hier!

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Marc Tschallener

Meine Frau und ich wohnen seit Dezember 2014 in der Stadt Cartago im Zentraltal Costa Ricas. Was für meine Frau eine Rückkehr in ihr Heimatland, ist für mich eine Auswanderung aus der Schweiz nach Zentralamerika. Hier arbeite ich im Tourismus-Bereich, in einer erfolgreichen Destination Management-Agentur.

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