Costa Rica’s Biodiversität

Costa Rica ist ein wunderschönes Land und aus vielen verschiedenen Gründen einen Besuch wert. Einer der wichtigsten wird aber sicherlich die Flora & Fauna sein, welche die Naturliebhaber unter euch ins Staunen zu versetzen mag.

Im Zusammenhang mit Costa Rica fällt vielfach der Begriff „Biodiversität“. Was bedeutet dies jedoch? Um dies zu erklären blicken wir zuerst ein wenig in der Geschichte zurück…

Entstehung Costa Rica’s

Wir müssen sogar weit zurückblicken, um zu erklären wie die „Schweiz Zentralamerikas“ resp. Zentralamerika als solches entstanden sind. Sehr weit.

Denn vor einigen Millionen Jahren gab es noch gar kein Zentralamerika. Es gab die beiden Kontinente Nord- als auch Südamerika, welche aus dem letzten sogenannten Superkontinent, Pangäa genannt, herausbrachen.

Du weißt bestimmt, dass Italien ursprünglich zu Nordafrika gehörte, bevor es nach Norden in Richtung Europa driftete. Das Resultat aus dem Zusammenstoß dieser Bewegung nennen wir heute „die Alpen“.

Pangäa

Urkontinent Pangäa vor dem „Auseinanderbrechen“ | Grafik: Kieff

Klar, diese Bewegungen erfolgten überaus langsam. Die stetige Bewegung tektonischer Platten führte somit vor Millionen von Jahren auch dazu, dass Nord- und Südamerika „zusammenstiessen“. Oder genauer gesagt unterirdische Platten.

Als direkte Folge dieses Geschehnisses entstand die heutige „Zentralamerikanische Landbrücke“, und im Herzen dieser liegt Costa Rica. Erdgeschichtlich gesehen ist Costa Rica abschließend ein „junges“ Land.

Biodiversität

Was hat dies nun aber mit Biodiversität zu tun?

Multiple Mikroklimata (Klima in Costa Rica), welche du in Costa Rica vorfindest, begünstigen das Entwickeln einer hohen Biodiversität. Artenvielfalt ist der deutsche Begriff hierzu.

Das Entstehen der Landbrücke zwischen Nord- und Südamerika war der Startschuss einer Wanderung diverser Tierarten. Und zwar von Norden nach Süden und in umgekehrter Richtung. Generell kannst du zusätzlich sagen, dass die Artenvielfalt in Äquatornähe die höchste darstellt.

Einige hiesige Arten sind vom Aussterben bedroht und findest du nur noch hier. Das Totenkopfäffchen etwa. Dieses findest du weltweit nur noch im Manuel Antonio Nationalpark sowie auf der Halbinsel Osa im Corcovado Nationalpark. Beide befinden sich hier, im kleinen zentralamerikanischen Land.

Übersicht aller Nationalparks

Kappuzineräffchen | Foto: Vytautas Šėrys

Kappuzineräffchen | Foto: Vytautas Šėrys

Foto: Andy Morffew

Foto: Andy Morffew

 

Tukan

Foto: Andy Morffew

Einige Zahlen zur Artenvielfalt in Costa Rica

Mit seinen 51’100 km2 Fläche nimmt Costa Rica lediglich 0.03% der weltweiten Landmasse ein, beherbergt jedoch ca. 5% des weltweiten Artenreichtums. Dies macht das Land zu einem „Biodiversitäts-Hotspot“.

In einigen Berichten habe ich gelesen, dass Costa Rica das Land mit der höchsten Biodiversität weltweit gilt. Ob dies so stimmt, kann ich nicht sagen. Es liegt aber bestimmt in den Spitzenrängen zur Artenvielfalt, wenn du die Größe in Relation zur Biodiversität setzt.

Man findet in Costa Rica:

  • ca. 1’500 Fischarten
  • 175 Amphibienarten; Davon sind 85% Frösche
  • 225 Reptilienarten; Hiervon 2 verschiedene Krokodil-,  139 Schlangenarten als auch 5 der 7 weltweit verbreiteten Wasserschildkröten, welche an ihren Geburtsstrand zur Eierablage zurückkehren (Lies hier mehr zum Tortuguero Nationalpark).
  • 894 registrierte Vogelarten
  • 250 Säugetierarten mit einer Gewichtsspannweite von 3gr einer Fledermaus bis hin zu 250kg eines Tapirs
  • 9’000 Pflanzenarten; Wovon ca. 1’500 jener Orchideenarten ausmachen.
  • 360’000 Insektenarten; 1’300 verschiedene Schmetterlingsarten.
Was kannst du uns über die Artenvielfalt Costa Rica’s erzählen? Neben Flora und Fauna gibt es weiteres zu entdecken, z.B. Vulkane.

Was würdest du gerne sehen, wenn du hier zu Besuch wärst? Wie immer freuen wir uns über Kommentare eurerseits!

Pura vida!

Fasziniert von Costa Rica?

Uns geht es genau so. Darum leben wir hier!

Du möchtest das Land und die Leute kennen lernen?

Das könnte dich auch interessieren

Marc Tschallener

Meine Frau und ich wohnen seit Dezember 2014 in der Stadt Cartago im Zentraltal Costa Ricas. Was für meine Frau eine Rückkehr in ihr Heimatland, ist für mich eine Auswanderung aus der Schweiz nach Zentralamerika. Hier arbeite ich im Tourismus-Bereich, in einer erfolgreichen Destination Management-Agentur.

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.