Marino Ballena Nationalpark, Uvita – Costa Rica

Der Marino Ballena wurde als der erste marine Nationalpark (hier findest du alle Nationalparks) auf costa ricanischem Hoheitsgebiet 1989 gegründet. Gerne geben wir dir hier einige Infos zu einem, wie ich persönlich finde, sehr faszinierenden Park.

Zahlen

Der Marino Ballena schützt 5’375ha des Pazifischen Ozeanes und 115ha des angrenzenden Festlandes.

Falls du dich jetzt, wie wir dies taten, fragst was genau ein ha – also ein Hektar – ist, dann geben wir dir gerne eine kurze Unterstützung:

Ein Hektar bedeutet eine Länge sowie eine Breite von je 100m. Also 100m x 100m. Dies ergibt einen Hektar oder 10’000m². Ich glaube, dass wir uns alle einen Quadratmeter vorstellen können, somit allfällig auch eine Fläche von 10’000m²?

Wenn du jetzt also hingehst und diese 10’000m² mit 5’375 multiplizierst, dann erhältst du 53’750’000m². Oder 53,75km². Dies ist also eine sehr beeindruckende Fläche, welche durch Costa Rica geschützt wird. Dann kommen noch 115ha Landfläche hinzu.

Und wenn wir schon bei Zahlen sind, die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt in dieser Zone bei ca. 27°C. Lies mehr über das Klima in Costa Rica sowie verschiedenen Referenzorten.

Fauna

Selbstverständlich wird hier nicht nur irgend ein Teil des Ozeanes geschützt, wie du dir vorstellen kannst. Es gibt im Marino Ballena einiges an Biodiversität zu sehen. Eine Liste an interessanten Tieren, welche du im Park sehen kannst – nicht abschliessend natürlich – ist die folgende:

Wasserschildkröten

  • Grüne Schildkröte (Chelonia mydas)
  • Oliv-Bastardschildkröte (Lepidochelys olivacea)

Wale

  • Buckelwale (Megaptera novaeanglie)
  • Grindwale (Gloicephala macrorhynchus)

Delfine

  • Gemeiner Delfin (Delphinus delphis)
  • Grosser Tümmler (Tursiops truncatus)
  • Schlankdelfin (Stenella attenuata)

Wasservögel

  • Prachtfregattvogel (Fregata magnificens)
  • Braunpelikan (Pelacanus occidentalis)
  • Krabbenreiher (Nyctanassa violacea)
  • Fischadler (Pandion haliaetus)
  • Blaureiher (Egretta caerulea)

Tour – Erfahrungsbericht

Persönlich kann ich die Wal- und Delfinbeobachtungstour sehr empfehlen, auf welcher ich war.

Falls du unseren Bericht zur Wal-Beobachtungstour oder Whale Watching gelesen hast, nimmt es dich vielleicht wunder wie dies im Detail abläuft. Gerne gebe ich dir im folgenden meinen persönlichen Erfahrungsbericht zum Whale Watching im Nationalpark Marino Ballena.

Falls du den erwähnten Whale Watching Artikel noch nicht gelesen hast, kannst du dies hier nachholen.

Basis

Beim Anbieter angekommen, hatten wir die Möglichkeit unsere Schwimmwesten auszusuchen und mussten ein Standardformular ausfüllen. An jenem Tag, Mitte Juli, waren wir nur  10 Personen (Reisen während der Grünen Saison, lies hier mehr zur Regenzeit).

Im Anschluss ging es dann mit einem Mikrobus in Richtung Marino Ballena.

Einsteigen bitte

Vorgängig musst du dir für diese Tour klar darüber sein, dass der Einstieg im Meer stattfindet. Dies einige Meter vom Strand entfernt. Ich empfehle direkt mit Badehosen / Bikini oder Shorts unterwegs zu sein gepaart mit Flip Flop, die du vor dem Einsteigen ausziehen und in deinen Händen mitführen kannst.

Keine Angst, für deine Kamera, Telefon oder andere Geräte und Gegenstände, welche nicht nass werden dürfen, erhältst du einen Dry Bag*. In diesem kannst du ohne Angst dein Hab und Gut verstauen.

Dry Bag

Dry Bag*

Einmal an Bord hast du während der rund 4h dauernden Tour die Gelegenheit deine Kamera aus dem erwähnten Beutel zu nehmen, um Fotos zu schiessen. Klar!

 

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Tropenbooking

Das Erlebnis

Eines vorne weg: Wir haben an diesem Tag leider keine Wale gesehen… Der Guide, welcher auf der Tour dabei war, teilte uns jedoch mit, dass Teilnehmer am Vortag einen Buckelwal mit Baby gesehen haben.

Aber die Tour lohnte sich für mich trotzdem. Der Captain fuhr hin und her auf der Suche nach dem grössten Lebewesen dieses Planeten. Dabei hatten wir aber schlussendlich trotzdem noch das Glück Delfine in freier Wildbahn sehen zu können. Ein fantastisches Erlebnis!

Daneben besuchst du auf jener Tour unter anderem auch die Playa Ventanas. Felsformationen, welche Fensterausspahrungen zu haben scheinen. Während der Tour hast du zusätzlich die Möglichkeit Schnorcheln zu gehen und am Schluss – je nach Wasserstand der Gezeiten – ein weiteres Highlight kennen zu lernen. Die berühmte Walflosse…

Playa Ventanas | Foto: Marc Tschallener

Playa Ventanas | Foto: Marc Tschallener

Die Walflosse

Neben den Walen und anderen Tieren des Nationalparks, ist eine sich natürlich gebildete Strandformation mit Steinen der aus meiner Sicht zweite Höhepunkt des Parkes (nach den Walen und Delfinen).

Während Flut kannst du die erwähnte Formation nur erahnen, bei Ebbe jedoch setzt das weichende Wasser einen aussergewöhnlichen Strandabschnitt frei. Es erhebt sich „Moses-ähnlich“ eine Sandbank, die es dir während Ebbe erlaubt ins Meer hinauszulaufen. Und wenn dies nicht bereits beeindruckend genug wäre, setzt die einsetzende Ebbe zusätzlich eine Felsformation am Ende des sich bildenden Strandabschnittes frei, sodass das Ganze dann aus einiger Distanz und anderer Perspektive betrachtet, einer Walflosse entspricht. Via Google Maps ist dies auch zu sehen, suche nach Uvita oder Marino Ballena Nationalpark.

Einige Fotos hierzu:

Marino Ballena Nationalpark | Foto: Marc Tschallener

Marino Ballena Nationalpark | Foto: Marc Tschallener

Marino Ballena Nationalpark | Foto: Marc Tschallener

Marino Ballena Nationalpark | Foto: Marc Tschallener

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Marino Ballena Nationalpark (Sicht von der Flosse zum Strand) | Foto: Marc Tschallener

Walflosse | Foto: Kura Design Villas

Walflosse | Foto: Kurà Design Villas

Fazit

Du siehst also, es gibt vieles zu entdecken und zu tun im Marino Ballena Nationalpark. Für Spanisch-Begeisterte unter euch: Ballena bedeutet übrigens, sehr passend, Wal.

Hast du es bereits in den Nationalpark geschafft? Wenn ja, hast du dich allfällig auf eine Tour eingelassen und sogar einen Wal in freier Wildbahn bestaunen können? Gerne hören wir deine Rückmeldung oder Fragen – im Kommentar.

Pura vida!

 

Titelbild: Marc Tschallener

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Marc Tschallener

Meine Frau und ich wohnen seit Dezember 2014 in der Stadt Cartago im Zentraltal Costa Ricas. Was für meine Frau eine Rückkehr in ihr Heimatland, ist für mich eine Auswanderung aus der Schweiz nach Zentralamerika. Hier arbeite ich im Tourismus-Bereich, in einer erfolgreichen Destination Management-Agentur.

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