Offroad Fahren mit dem 4×4 Geländewagen in Costa Rica

Manchmal ist eben doch die Reise das Ziel. Beim Offroad Fahren in Costa Rica ist das auf jeden Fall so! Einfach mal weit weg der gängigen Touristenstrassen das Land erleben? So wirds gemacht.

Wenn der Asphalt zu Ende ist… fängt das Abenteuer an!

Und Costa Rica hat noch viel Abenteuer zu bieten: Ein großer Teil der Straßen des Landes sind nicht asphaltiert. Auch die Beschilderung wird sehr schnell, sehr dünne. Tatsächlich gibt es in Costa Rica noch „Straßen“ (treffender wäre Pisten), die noch nicht einmal in den gängigen Navigationssystemen oder auf Google Maps eingezeichnet sind.

Ein Gastartikel von Nico Bührmann.

Abenteuer oder gängige Ziele?

Jeder muss sich selber die Frage stellen, was er in Costa Rica sucht: Denn die gängigen Ziele, wie z.B. den Nationalpark Manuel Antonio, kannst du natürlich auch über asphaltierte Wege gut erreichen. Die Hauptverkehrswege sind mittlerweile in Costa Rica gut ausgebaut und jeder reguläre Pkw kommt an sein Ziel. Allerdings, schon eine etwas abgelegene Hotelauffahrt kann den ersten Geschmack der wilden Pisten vermitteln. Starke Steigungen, Schotter, Schlamm und ausgewaschene Furchen oder Absätze sind Teil des costa-ricanischen Alltags. Für jeden Kilometer gut ausgebauter Straße gibt es viele Kilometer rustikale Wege.

Was muss man wissen?

Geländewagen Rundreise Costa Rica

Foto: Nico Bührmann

Sobald du den Asphalt verlässt, solltest du dir vor Allem bewusst sein, dass die Wege veränderlich sind: Erdrutsche können Straßen unpassierbar machen, Flüsse können so stark steigen, dass sie nicht mehr passierbar sind und was im Moment noch eine gemütliche Schotterpiste ist, kann sich ein paar Regentage später in eine aufgeweichte Schlammpartie verwandelt haben. Was wir damit sagen wollen: Es gibt keine Gewissheiten und man kann sich nicht auf Internetberichte, Straßenkarten oder Navigationssysteme verlassen. (Lies auch Navigation in Costa Rica.)

Apropos Navigationssysteme: Viele gute Wege sind in den gängigen Systemen nicht verzeichnet. Umgekehrt kann es passieren, dass das Navi versucht dich über Privatgelände zu lotsen, wo du dich schnell einem versperrten Tor oder einem aufgebrachten Besitzer gegenüber siehst.

Zuletzt solltest du nie die Fahrtzeiten unterschätzen. Was auf den ersten Blick wie eine Abkürzung aussieht, entpuppt sich schnell als Tagesausflug, wenn die Reisegeschwindigkeit auf unter 10km/h sink. Eine gute Schotterpiste wiederum, kannst du oftmals mit 35 bis 50 km/h bewältigen. Der Zustand der Straße ist entscheidend.

Welches Fahrzeug?

Natürlich ist die Wahl des Fahrzeuges abhängig von den Wegen, die du planst zu befahren. Ein bisschen mehr Bodenfreiheit ist der erste wichtige Punkt und hilft hier und dort sogar im städtischen Bereich. Als Zweites ist natürlich ein Vierradantrieb hilfreich, möglichst mit zuschaltbarer Differentialsperre. Auf Platz drei kommt die Getriebeuntersetzung für zusätzliche Kraft bei Bergfahrten oder auch zusätzlicher Bremskraft bei starkem Gefälle. Schließlich sollten nach Möglichkeit auch die Reifen ein gutes, grobstolliges Profil aufweisen und in letzter Konsequenz rettet dich die Seilwinde. Natürlich ist es schwierig ein solches Fahrzeug zu mieten, jedoch eine gute Alternative ist der Suzuki Jimny, ein gängiger Mietwagen, der sehr gut im Gelände ist, klein und günstig.

Tipp: Infos zum Auto mieten in Costa Rica.

Offroad durch Costa Rica

Foto: Nico Bührmann

Was gehört ins Auto?

Wenn du es richtig ernst meinst und dich weit abseits der etablierten Routen bewegen willst, dann gehören ein paar wichtige Dinge ins Gepäck: Wasser und ein voller Tank, falls es ein paar Stunden länger dauert als geplant. Eine Machete, falls Bäume oder Äste über dem Weg liegen. Eine Schaufel, für kleinere Erdrutsche. Wasserfestes Schuhwerk, falls du einen Fluss vor der Durchquerung fußläufig erkunden musst. Ein Seil, falls du einem zweiten Wagen aushelfen musst. Und dann vielleicht noch eine Kühlbox, einen Grill, Kaffeekocher, etc…

Wie findest du dich zurecht?

Wenn es wirklich ins Gelände geht, dann brauchst du auf Schilder nicht mehr zu hoffen. Ein natürlicher Orientierungssinn ist ganz sicher hilfreich, aber auch nicht unfehlbar. Karten und Navigationssysteme können Anhaltspunkte liefen, aber vor Allem solltest du nicht davor zurückschrecken, die einheimische Bevölkerung um Rat zu bitten. Denn schließlich geht es im Gelände nicht nur um den richtigen Weg, sondern auch um den Zustand des Weges.

Wo fahren?

Grundsätzlich sind die Strassen in Costa Rica generell nicht so das Wahre. Entsprechend findest du dich schnell mal auf einer Piste, die mehr Löcher hat als ein schweizer Käse. So richtig Spass macht es aber eigentlich nur dann, wenn du eine konkrete Route hast, die einen gewissen Fahrspass bietet. Wer sich nicht auskennt kann auch schnell mal auf einer Strasse landen, die durch umgestürzte Bäume oder Flüsse unpassierbar ist.

Costa Rica Offroad

Foto: Nico Bührmann

Offroad Reise mit Tourguide

Empfehlenswert ist es, jemanden dabei zu haben, der sich auskennt. Costa Rica ist zwar ein kleines Land und die Chancen, dass man sich hoffnungslos verirrt, sind recht gering. Irgendwie findet man immer wieder zu einem Ort. Ein Guide der sich auskennt kann aber sicherlich eine gute Variante sein. Zum einen wirst du dich garantiert nicht verfahren und zum anderen kannst du auch noch einiges über das Land erfahren. Egal, ob Tiere, Pflanzen, Kultur oder Menschen, der Guide kann immer noch ein wenig erzählen und Sachen zeigen, die du allein eventuell nicht sehen würdest.

Je nach Tour und Guide kannst du auch selber entscheiden, ob du fährst oder der Guide den Chauffeur gibt. Als Gruppe können auch mehrere Fahrzeuge gemietet werden und in der Karawane geht es dann los.

NicoÜber Nico Bührmann: Ich bin seit 2008 in Costa Rica und mittlerweile schon richtig fest angesiedelt mit Frau und Kind. Meinen beiden großen Leidenschaften, dem Gleitschirmfliegen und dem Job als Reiseleiter, bin ich aber treu geblieben!

Zusammen mit Fredy bietet ich bei Tico.Reisen unter anderem spannende 4×4 Geländetouren zum Selberfahren in die abgelegensten Ecken Costa Ricas. In einer kleinen, flexiblen Gruppe und gut ausgerüstet machen die Offroad Abenteuer gleich noch mehr Spaß. Darüber hinaus sind Fredy und ich kundige Reiseleiter und Costa Rica Experten, die auch die Organisation und die 4×4 Passagen fest im Griff haben.

Mehr Informationen bei Tico.Reisen

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