Spanisch lernen in der Sprachschule (Conversa vorgestellt)

Es gibt sehr viele Gründe, Spanisch zu lernen. Spanisch ist eine der meist gesprochenen Sprachen dieser Welt. Über 500 Millionen Menschen sprechen Spanisch und es ist die offizielle Sprache in 20 Ländern!

Ob Du nun eine Sprachreise machen, oder aber nach Deiner Auswanderung die Sprache lernen oder optimieren willst, Costa Rica eignet sich bestens dazu.

Wie bereits im Artikel „Spanisch lernen in Costa Rica“ vorgestellt, gibt es unzählige Möglichkeiten, Unterricht hier im Lande zu genießen. Heute möchte ich jedoch explizit die Sprachschule „Conversa“ vorstellen. Meine Frau besucht diese Schule zurzeit, weshalb auch ich Gelegenheit hatte, mir einen Eindruck zu verschaffen. Das Konzept und die ganze Schule haben mich sehr überzeugt, weshalb ich um ein Interview mit der Schulleitung gebeten habe. Andy Kaufman, Sohn des Gründers David Kaufman, hat mir „Conversa“ im Detail vorgestellt.

Warum Spanisch in der Sprachschule lernen?

Spanisch kann man, wie alle anderen Sprachen auch, auf unzählige Weisen lernen. Dabei hat sicher jede Form Vor- oder auch Nachteile. Verschiedene Sprachschulen bieten verschiedene Studien-Pakete an. Ob einmal in der Woche 4 Stunden, oder 2 mal wöchentlich, nur vormittags oder in Vollzeit, es wird fast alles angeboten.

Warum aber überhaupt Spanisch in der Sprachschule lernen? Meines Erachtens ist das die beste, effektivste und effizienteste Art. In der Schule konzentrierst Du Dich über mehrere Stunden intensiv auf das Ziel. Du hast neben dem Kontakt zu Deinen Lehrkräften auch den zu Mitschülern aus aller Welt. Du kannst auch in den Pausen Dein Spanisch üben, neue Freundschaften knüpfen und Dein persönliches Netzwerk auf nützliche Art erweitern. Aber vor allem ist es, wie man so schön sagt, das „Dranbleiben“.

Wie wähle ich meine Sprachschule?

Die Wahl der Schule und auch des entsprechenden Paketes ist logischerweise abhängig von Deinen persönlichen Bedürfnissen. Du solltest aber die Angebote gut vergleichen und dabei unter anderem auf diverse Punkte achten:

  • Wie lange besteht die Schule? / Wie viel Erfahrung hat sie?
  • Unterrichtsform und maximale Klassengrösse
  • Wie viele Lehrkräfte gibt es? / Gesamtgrösse der Schule
  • Passen die  Studien-Pakete zu mir?
  • Geht die Schule auf mein persönliches Grundwissen und meine Lernfähigkeit ein?
  • Bietet die Schule zusätzlich Freizeitangebote an, um das Gelernte zu praktizieren?

Eines ist klar: egal welche Sprach-Lernfähigkeit Du hast – und die ist sehr individuell – je intensiver also zeitintensiver Du Spanisch lernst, desto besser und schneller wirst Du es können. Und diese Möglichkeit bietet Dir aus meiner Sicht nur eine Sprachschule.

Spanisch lernen in der Sprachschule (Conversa vorgestellt)

Foto: Rainer Bölle

Foto: Rainer Bölle

1975 gründete David Kaufmann, nachdem er zuvor in Puerto Rico unterrichtete, mit zwei weiteren Amerikanern (Kathy Brown und Jack Sadler) die Schule „Conversa“. Den Standort der ersten Schule wählten sie damals direkt in San José, wo sie auch bis zum Jahre 2010 betrieben wurde.

Foto: Rainer Bölle

Schulleitung: Irene, David und Andy Kaufman
Foto: Rainer Bölle

Bereits nach einem bzw. zwei Jahren verließen Kathy und Jack das Gründungsteam und David etablierte die Schule zunehmend, verbunden mit anfänglichen Schwierigkeiten.

1980 erwähnte eine damalige Schülerin im Gespräch mit David, dass ihr Mann, ein Auswanderer aus der Schweiz, ein sehr großes Grundstück, Farmland, in Santa Ana besäße und ein Großteil davon noch unbenutzt sei. David besuchte daraufhin das Grundstück und fand in den Hügeln oberhalb von Santa Ana ein reizvolles Areal, mit Wiesen, vereinzelten Bäumen und ein paar Ställen vor.

1981 erwarb David das Grundstück vom bisherigen Schweizer Eigentümer und begann nach den Renovationen, Um- und Neubauten mit dem Aufbau der neuen Schule. Sämtliche damaligen Ställe wurden auf diese Weise zu den heutigen Klassenzimmern, Büros und Unterkünften. Kurze Zeit darauf erwarb er noch ein Nachbargrundstück, so daß die Gesamtfläche heute 2.5 Hektar umfasst.

Eingangstor und Zufahrt auf Parkplätze Foto: Rainer Bölle

Eingangstor und Zufahrt auf Parkplätze
Foto: Rainer Bölle

Nach und nach wurde das Gelände immer mehr kultiviert, so wurden beispielsweise in den frühen 2000er Jahre eine große Anzahl an Bäumen gesetzt, um auf der einen Seite einen wirksamen Schutz gegen Bodenerosion und Flächenbrände zu erhalten, auf der anderen Seite um eine natürliche, bewaldete und anmutende sowie diskrete Umgebung zu schaffen.

Durch diese Maßnahmen ist die Schule daher nun ebenfalls zu 100% CO2 neutral. In nächster Zukunft soll dies auch zertifiziert werden.

Grosser Platz mit Klassenräumen im Hintergrund Foto: Rainer Bölle

Grosser Platz mit Klassenräumen im Hintergrund
Foto: Rainer Bölle

Zur Verstärkung und Unterstützung von David begann sein Sohn, Andy Kaufmann, 2003 für die Schule zu arbeiten. Die heutige Leitung der Schule besteht nun aus David Kaufmann, seinem Sohn Andy und dessen Frau Irene.

Im Jahre 2013 wurde die zu Conversa gehörende Online-Schule, welche bereits 2007 gegründet wurde, ebenfalls nach Santa Ana verlegt, allerdings direkt in das Ortszentrum.

Lage der Schule

Wie bereits erwähnt, liegt die Schule, umgeben von einer Kaffee-Plantage, in den Hügeln oberhalb von Santa Ana, einem noch sehr traditionsreichen Ortes unweit der Metropole San José. Santa Ana ist ein sehr schöner Ort mit einem ursprünglichen Ortskern. In den letzten Jahren wurde hier aufgrund der Attraktivität als Wohnort auch für internationale Einwohner vom Einkaufszentrum über das Fitness-Studio bis hin zu Gourmet-Restaurant viel für die Infrastruktur gemacht. Es ist aber vor allem für seinen Zwiebelanbau bekannt.

Blick auf Santa Ana Foto: Rainer Bölle

Blick auf Santa Ana
Foto: Rainer Bölle

Santa Ana gilt nicht als reiche Stadt. Deshalb ist die Schule heute auch ein wichtiger Arbeitgeber für den Ort. Die Beziehungen zur Bevölkerung und auch der Verwaltung von Santa Ana sind herausragend. Shuttle-Busse verkehren mehrmals täglich und verbinden die Schule mit dem Ortskern Santa Ana. Die Fahrtzeit beträgt ca. 10 Minuten.

Infrastruktur von Conversa

Die heutige Infrastruktur der Schule ist überwältigend, obwohl man es wegen der Weitläufigkeit des Grundstücks und der üppigen Natur eigentlich zuerst gar nicht realisiert.

Verpflegungstrakt Foto: Rainer Bölle

Verpflegungstrakt
Foto: Rainer Bölle

Auf dem Gelände existieren heute diverse Lodges für die Übernachtung der Schüler direkt auf dem Campus. Eine große mit 6 Betten und 6 Badezimmern, einer mit 3 Betten und 3 Badezimmern, sowie zwei mit jeweils 2 Betten und 2 Badezimmern.

Lodge Foto: Rainer Bölle

Lodge
Foto: Rainer Bölle

Für den Unterricht stehen gesamthaft 20 Klassenzimmer und bis zu 6 Gruppen- und oder Lernräume zur Verfügung.

Lodges und Klassenräume Foto: Rainer Bölle

Lodges und Klassenräume
Foto: Rainer Bölle

Neben diversen Büros, weiteren Räumen für interaktives Lernen, diversen sanitären Anlagen und natürlich auch dem Küchen- und Verpflegungstrakt wurde auch ein wunderschöner Swimmingpool mit sagenhaftem Blick ins Tal gebaut.

Pool mit Aussicht Foto: Rainer Bölle

Pool mit Aussicht
Foto: Rainer Bölle

Auf dem Gelände verstreut finden sich natürlich auch diverse Sitzgelegenheiten, um beispielsweise Erlerntes zu vertiefen. Häufig finden sich an Bäumen, Sträuchern und Wänden kleine Tafeln mit QR-Codes, welche mit einem Smartphone oder Tablet und einer geeigneten App gescannt werden können. Durch das auf dem gesamten Gelände verfügbaren WLAN hat man so die Möglichkeit, zusätzlich Interessantes und Costa Rica Spezifisches zu erfahren, oder auf Lernhilfen zuzugreifen.

QR-Code Foto: Rainer Bölle

QR-Code
Foto: Rainer Bölle

Ein Hängematten-Raum lädt zum Relaxen ein, sogar für ein Fernsehzimmer ist gesorgt und im schuleigenen Gemüsegarten besteht die Möglichkeit, Konversation mit den Gärtnern zu führen und ebenfalls einen Einblick in das erfolgreiche Anbauen zu erhalten.

Relaxen einfach gemacht Foto: Rainer Bölle

Relaxen einfach gemacht
Foto: Rainer Bölle

Konzept: So lernt man Spanisch

Das Konzept der Schule überzeugt und ist in Costa Rica einzigartig! Bei einer maximalen Klassengröße von 4 Personen wird der Unterricht komplett in Spanisch gehalten – nur zur Not wird auf Erklärungen in Englisch zurückgegriffen! Die Studenten werden zu Beginn ihrer – übrigens akademisch ausgerichteten – Ausbildung interviewt, um so den individuellen Level feststellen zu können.

So in Klassen eingeteilt, wechselt wöchentlich die Lehrperson, um das Beste für die Schüler zu erreichen. Ebenfalls ist es möglich, auch unter der Woche, in eine andere Klasse zu wechseln. Dies ist von grossem Vorteil, sollte sich während des Unterrichtes doch ein anderer Wissenslevel herausstellen.

Der Unterricht ist geprägt von großer Interaktion und wird durch sehr viele Alltagsübungen geschmückt. So wird beispielsweise nebst einem Restaurantbesuch, einem Fahrkartenkauf auch ein Arztbesuch in entsprechenden Räumen und mit wechselnden Rollen durchgespielt.

Übungs-Restaurant Foto: Rainer Bölle

Übungs-Restaurant
Foto: Rainer Bölle

Das Konzept beinhaltet aber auch die Unterbringung der Studenten in sogenannten Host-Familien. Diese, allesamt in Santa Ana lokalisiert, beherbergen die Studenten herzlichst. Es wird gemeinsam gefrühstückt und zu Abend gegessen. Am Abend und am Wochenende wird man, völlig integriert in die Familie, das Gelernte bestens anwenden können. Egal ob beim gemütlichen Beisammensein zu Hause, oder aber auch bei gemeinsamen Freizeitaktivitäten mit der Familie.

Aber nicht nur die Anwendung der Sprache und der dadurch garantierten Praxis bringen Vorteile. Auch der kulturelle Austausch, das Kennenlernen der hiesigen Gepflogenheiten und die gesellschaftliche Integration bedeuten ein klares Plus. Es sind stets enge Freundschaften über Jahre hinweg zwischen den Host-Familien und den Studenten entstanden.

Befreundete Familie Foto Rainer Bölle

Befreundete Familie
Foto Rainer Bölle

Wer nicht bei einer Gastfamilie untergebracht werden möchte, wovon hinsichtlich des Lerneffekts abzuraten ist, kann auch auf dem Campus logieren. Dies ist vor allem für gemeinsam anreisende Gruppen interessant.

Natürlich kann man aber die Schule auch als Tagesschule ohne Unterbringung besuchen, bei der Suche oder Buchung einer Unterkunft ist die Schule gerne behilflich. Tipp: Hier findest Du weitere interessante Artikel zum Thema Unterkunft, wie z.B. „Die 10 besten Boutique Hotels in Costa Rica“, „Eine Wohnung oder ein Haus mieten in Costa Rica“ oder auch „Niederlassen in Costa Rica – Wie finde ich den richtigen Ort für den Immobilienkauf?“

Angebot von Conversa

Es gibt verschiedene Angebote speziell für Familien, Rentner, Gruppen oder auch Professionals, also Berufsleute die als Expat arbeiten. Natürlich aber auch für Einzelpersonen.

Angebot

Es wird „Spanish Intensive“ oder „Superintensive“ angeboten. Der Unterschied hierbei ist, dass beim Superintensive am Nachmittag noch Konversations-Lektionen gehalten werden.

Neben den Unterrichtsstunden finden in regelmässigen Abständen weitere Aktivitäten statt. Von der Nachtwanderung über das Gärtnern bis hin zur Vogelbeobachtungstour – abwechslungsreich und informativ! Workshops wie Yoga, Salsa, Vokabelgruppen und Kochen runden das Angebot ab.

Der Unterricht besteht aus 1-stündigen Blöcken, gefolgt von 10 Minütigen Pausen. Beginn ist jeweils morgens um 8.30 Uhr, nachdem sich die Lehrer über Lehrstoff, Wissenstand der Studenten etc. ausgetauscht haben. Um 13.10 ist die einstündige Mittagspause bzw. für die Intensive Teilnehmer auch Schulschluss.

Die Verpflegung beinhaltet Snacks, Kalt- und Heissgetränke sowie den Lunch. Je nach gewählter Option aber auch das Frühstück und Abendessen (wenn man entweder bei einer Host-Familie oder auf dem Campus logiert). Die Küche ist hervorragend, abwechslungsreich und landestypisch. Darunter finden sich auch die Spezialitäten, welche Marc in seinem Artikel beschreibt.

Nicht zu vergessen ist das eigenständige Online Angebot, welches seit 2007 besteht. Hier kann man ebenfalls verschiedene Pakete auswählen und einen 1 zu 1 Kurs via Skype aus allen Herren Ländern buchen.  Tipp: Als Vorbereitung für einen Schulaufenthalt für alle Spanisch-Neulinge absolut zu empfehlen, da beim Schulstart dann schon gewisse Vorkenntnisse vorhanden sind! Natürlich ist der Online Service aber auch für diejenigen, welche ihre Fähigkeiten verbessern oder auffrischen wollen, oder die Sprache wirklich nur online lernen möchten.

Quelle: Conversa Webseite

Quelle: Conversa Webseite

Kontakt

Der deutschsprachige Kontakt zu Conversa kann telefonisch oder aber auch per Mail hergestellt werden. Es werden gerne sämtliche Fragen zu den verschiedenen Angeboten auf Deutsch beantwortet, Buchungen vorgenommen und auch weitere Informationen rund um Conversa abgegeben. Katja welche selber vor ein paar Jahren auswanderte und bei Con versa Spanisch lernte, ist die ideale Ansprechpartnerin. Ihr Wissen und ihre Kontakte zu den lokalen Host-Familien machen das Erlebnis einmalig.

Katja – info@swisstropical.ch – 00506 88860363

Eine Sprachreise kann auch direkt hier gebucht werden:  www.dahlercostarica.com/was-erleben/lernen/spanisch-lernen-mit-conversa/

Fazit

Für Costa Rica-Auswanderer  ist es meiner Ansicht nach Pflicht, Spanisch zu lernen, wenn man dies nicht schon beherrscht. Eine hervorragende Möglichkeit dazu bietet die Schule Conversa. Die familiäre Atmosphäre, der professionelle, akademische Unterricht und das gesamte Konzept von der Klassengrösse bis hin zu der optionalen Unterbringung in Host-Familien überzeugt. Der Erfolg und er Ruf der Schule kann dies nur bestätigen.

Aber man muss nicht auswandern, um von den Lehrmethoden der Schule zu profitieren. Das spezielle Online Angebot ermöglicht das Studium der Sprache im 1 zu 1 Setting weltweit.

Ebenfalls ist eine Sprachreise oder für ein Auslandssemester (mehr dazu im Artikel von Dani „Studieren in Costa Rica“) sehr interessant Man erlernt nicht nur die Sprache, sondern auch die Kultur in Costa Rica. Durch die zentrale Lage der Schule sind am Wochenende sämtliche Ausflüge möglich. Egal ob Pazifik-Strand oder Nationalparks, Ananas- oder Kaffee-Plantagen, Vulkane oder Grossstadtflair, alles ist gut zu erreichen.

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Rainer Bölle

Ich lebe seit 1. März 2016 mit meiner Frau, unserem Hund und dem Kater (beide auch ausgewandert) in Costa Rica. Wir wohnen in unserem Haus in Atenas. Unseren Lebensunterhalt versuchen wir zukünftig mit einem kleinen B & B (Casa Ay Caramba) zu verdienen, welches speziell rollstuhlgängig werden soll, um somit allen Reisenden eine Unterkunft und wunderschöne Erlebnisse bieten zu können.

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