Tourguide in Costa Rica werden

Geschäftsideen für Auswanderer: Touren anbieten in Costa Rica

Ein Teil der Touristen möchte Costa Rica auf einer Tour erleben oder sie buchen zumindest einzelne Touren vor Ort. Dies gibt ihnen die Möglichkeit das Land besser kennen zu lernen. Außerdem müssen sie sich um nichts kümmern, da ein Reiseleiter vieles abnimmt.

Kein Wunder also, dass der eine oder andere Auswanderer sich dieses Geschäftsmodell genauer ansieht. Was dabei beachtet werden muss, möchten wir in diesem Artikel aufzeigen.

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Warum als Auswanderer Touren für Touristen anbieten?

Costa Rica lebt zu einem beachtlichen Teil vom Tourismus. Somit liegt es auf der Hand, dass es in diesem Bereich auch für Auswanderer sehr viele Möglichkeiten gibt. Touren durchzuführen ist eine davon.

Nicht jeder Tourist möchte auf eigene Faust reisen. Stattdessen gibt es viele, die sich am liebsten um nichts kümmern und dennoch vieles in Costa Rica sehen möchten. Diese Reisenden greifen dann auf einen Tour-Guide zurück, der sie durch Costa Rica führt.

Auch spezialisierte Touren, zum Beispiel durch einen Nationalpark, können sehr vielversprechend sein.

Vorteile für Touranbieter in Costa Rica

  • Tourismus: Sehr viele Touristen zieht es jedes Jahr nach Costa Rica. Viele von ihnen möchten auf der Reise begleitet werden.
  • Reisen: Falls das Reisen einer deiner Gründe zum Auswandern ist, dann ist dieser Job eventuell genau richtig. Als Touranbieter kannst du auch als Kenner immer wieder was Neues entdecken.
  • Leute: In diesem Business kommst du täglich mit Menschen aus aller Welt in Kontakt. Falls du das magst, bist du da genau richtig.
  • Deutsch: Mit Deutsch als Muttersprache hast du in Costa Rica immer noch einen großen Vorteil. Zwar ist die Sprache bei den Tico immer beliebter, es gibt allerdings noch nicht viele einheimische Reiseleiter, die Deutsch sprechen.

Nachteile des Geschäftsmodells

  • Jahreszeit: Leider haben viele Leute ein sehr negatives Bild der sogenannt „grünen Saison“, was für massiv weniger Touristen sorgt.
  • Menschen: Manche Menschen, die du als Reiseleiter triffst, sind alles andere als toll. Das kann den Job auch sehr anstrengend machen.
  • Marketing: Die Konkurrenz ist in diesem Bereich besonders groß. Vor allem auch deshalb, da auch viele lokale Anbieter, um die Touristen kämpfen. Diese können zu Teil zu günstigeren Preisen arbeiten.
  • Gewinn: Aufgrund der Konkurrenzsituation sind die Gewinne nicht riesig. Und für eine grössere Operation ist so viel Startkapital nötig, dass es für die meisten schwer umsetzbar ist.
  • Bürokratie: Damit lokale Guides nicht benachteiligt werden, gibt es immer mehr Hürden im bürokratischen Bereich.

Wie immer müssen wir auch hier wieder darauf hinweisen, dass du natürlich auch für dieses Geschäftsmodell zuerst einmal eine Aufenthaltsbewilligung benötigst. Außerdem musst du auch durch alle anderen Prozesse durch, um nach Costa Rica auszuwandern.

Wer leitet die Reise?

Grundsätzlich bestehen bei diesem Geschäftsmodell zwei Möglichkeiten. Entweder du leitest eine Tour selbst oder du übernimmst die Organisation und setzt dann auf einen Tourguide. Beides hat wieder seine Vor- und Nachteile.

Selbst Tourguide werden:

  • Du musst nur so viel Geld verdienen, wie du zum leben benötigst.
  • Du musst einen Weg finden, deine Dienstleistungen zu promoten.
  • Du kannst eventuell für einen grösseren Anbieter arbeiten.

Touren organisieren:

  • Du musst genügend Einnahmen generieren, um dich und deine Guides zu bezahlen.
  • Das Potenzial ist sehr viel grösser, da du mehr Touristen bedienen kannst.
  • Der Aufwand für Marketing ist massiv grösser, da du viel mehr Umsatz erzielen musst.

Während dem es sicher viel einfacher ist, als Tourguide Jobs zu erhalten, umso lukrativer ist es jedoch, diese im grösseren Rahmen zu organisieren. Als Auswanderer musst du dir daher die Frage stellen, ob du dich mit einem costaricanischen Lohn zufrieden geben möchtest oder ob du ein grösseres Business starten möchtest.

Unterschiedliche Varianten beim Geschäftsmodell

Zu unterscheiden ist hier vor allem zwischen „kompletten Reisen“ und einzelnen „Ausflügen“.

Bei den kompletten Touren ist es so, dass du als Guide (oder jemand der für dich arbeitet) den Kunden auf seiner ganzen Reise durch Costa Rica begleitest. Das beginnt mit der Abholung am Flughafen, beinhaltet alle Transporte und endet mit dem Abschied zurück am Flughafen.

Als Ausflüge können zum Beispiel Besuche von Nationalparks oder Canyoning bezeichnet werden. Deine Kunden triffst du hier direkt vor Ort im Urlaubsort, fährst mit diesen zur „Attraktion“, führst sie durch und bringst sie danach wieder zum Hotel zurück.

Für dich als Anbieter bringt das einen ganz entscheidenden Unterschied und zwar beim Marketing. Während du Tagesausflüge direkt vor Ort bewerben kannst, ist es dafür für eine komplette Tour schon längst zu spät. Diese Touren musst du bereits lange Zeit zuvor verkaufen. Konkret heißt, dass du in Europa werben musst (oder welchen Markt auch immer du angreifen möchtest).

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Besonderheiten

Da Costa Rica so stark vom Tourismus abhängig ist, versucht die Regierung immer wieder einzugreifen, wo es nötig wird. Gerade für Auswanderer die in diesem Bereich aktiv werden möchten, hat das einen großen Einfluss.

So ist es vielerorts mittlerweile fast unmöglich als Tourguide zu arbeiten, ohne eine gültige Lizenz vom ICT (Instituto Costarricense de Turismo). Um eine solche zu erhalten, ist der Besuch von diversen Kurse nötig. Um alle Kurse erfolgreich abzuschliessen, musst du mit einem Zeitaufwand von mehreren Monaten rechnen.

Damit du gar als Unternehmen vom ICT lizenziert wirst, kann es auch einmal mehrere Jahre dauern.

Vermarktung von Touren in Costa Rica

Touren vor Ort anbieten: Um vor Ort Touren und Tagesausflüge anzubieten gibt es eigentlich nur wenige Möglichkeiten. Dazu gehören Flyer die in Hotels aufgestellt werden, Werbung in lokalen Magazinen und Karten (für Touristen), sowie das Ansprechen von Touristen direkt.

Hotels sind oft gern bereit dich zu empfehlen, jedoch nur selten ohne finanzielle Gegenleistung. In der Regel musst du eine Provision für Vermittlungen geben.

Komplette Touren als Reiseleiter: Wenn du von Marketing wenig Ahnung hast, dann lohnt sich hier auf jeden Fall die Zusammenarbeit mit einem grösseren Anbieter. Dieser übernimmt dann die Vermarktung. Ansonsten musst du auf das Internet setzen. Du brauchst eine eigene Website, du musst in Foren aktiv werden und du kannst in Fachmagazinen Werbung schalten (auf deine Nische bezogen).

Finde deine Nische! Versuche dich durch ein besonderes Angebot von anderen abzuheben (Beispiel von Nico mit dem Gleitschirmfliegen).

Tourorganisator: Als Organisator bist du dafür verantwortlich, dass deine Reiseleiter zu tun haben. Deine Website muss sehr professionell sein und mehrere Bereiche abdecken können. Du solltest darüber nachdenken, einen Spezialisten mit der Optimierung deiner Website für Suchmaschinen zu beauftragen. Schalte Werbung in großem Rahmen (zum Beispiel über Google Adwords oder Facebook, sowie in Zeitungen). Biete deine Angebote bei den ganz großen an, wie TUI oder Neckermann.

Auch als Touriorganisator macht es Sinn, eine Nische zu wählen. Diese kann natürlich etwas grösser sein, als bei Einzelanbietern. So ist die Zielgruppe groß genug, aber dennoch kannst du eine bestimmte Gruppe von Personen mit deinem Angebot ansprechen.

Brauchst du Hilfe bei der Vermarktung deines Angebots? Dann schau dir hier an, wie wir dich unterstützen können: Tourismus Marketing Costa Rica (von Tropenwanderer.com)

Fazit

Tourismus ist der grösste Markt in Costa Rica und bietet somit viel Potenzial. Da nicht viele Reiseleiter Deutsch sprechen, hast du eine gute Chance. Costa Rica als Urlaubsort wächst noch immer in der DACH Region, womit auch in Zukunft noch mit vielen deutschsprachigen Touristen zu rechnen ist.

Gleichzeitig musst du bedenken, dass das Umsatzpotenzial als einzelner Tourguide sehr begrenzt ist. Um ein Geschäft mit mehreren Guides zu starten, benötigst du dagegen viel mehr Startkapital.

Insgesamt also sicher kein einfacher Weg. Ohne überragendes Konzept wird es schwierig.

Was denkst du über das Geschäftsmodell als Tourguide oder Touranbieter? Welche wichtigen Punkte sollten noch erwähnt werden?

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Dani Schenker

Ich lebe seit Januar 2008 in Costa Rica, seit 2013 sogar ganz offiziell, mit Aufenthaltsbewilligung und alles was dazu gehört. Meinen Lebensunterhalt verdiene ich mit diversen Internetdienstleistungen. Ich wohne mit meiner Familie in Paraíso, in der Nähe von Cartago.

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