Wow! Einfach nur fantastisch! Atemberaubend! Die ganz große Freiheit! Costa Rica von oben mit dem Motorschirm erkunden: eine der besten Ideen, die mir je gekommen ist! Ich fliege schon seit über zehn Jahren Gleitschirm und werde das leichte, flüsterleise Gleiten auch bestimmt nicht aufgeben wollen. Seit einiger Zeit ist aber auch der Motor dazu gekommen und hat mir eine neue „himmlische“ Vielfalt an Möglichkeiten eröffnet.

Was ist Paramotor Fliegen?

Vielleicht ist nicht jeder mit dem Konzept des motorisierten Gleitschirmfliegens vertraut, auch bekannt als Paramotor, PPG oder Rucksackmotor Fliegen. Im Grunde ist es dem unmotorisierten Gleitschirmfliegen sehr ähnlich.

Das zentrale Ausrüstungsstück ist der durch einströmende Luft in Form gebrachte, flexible Gleitschirm. Hinzu kommt ein auf Leichtigkeit ausgelegter Rucksackmotor der einen Propeller hinter dem Rücken betreibt und Schub liefert. Dieser Schub reicht aus, um den Gleitschirm steigen zu lassen und ermöglicht auch Starts im flachen Gelände.

Je nach Größe des Benzintanks und einigen anderen Faktoren sind Flugzeiten von 2 bis 3 Stunden und Distanzen von 80 bis 140 Kilometern möglich. Auch Höhen von über 3000 Metern werde leicht erreicht. Falls der Motor einmal ausfällt, gleitet man sanft zu Boden und landet wie üblich.

Mit dem Paramotor in Costa Rica

Welche Möglichkeiten eröffnet einem der Paramotor in Costa Rica?

Costa Rica bietet zwei gewaltige Pluspunkte, die das Motorschirm Fliegen in Costa Rica zur wahren Freude machen: Zum einen gibt es kaum regulierte Flugräume und formelle Einschränkungen. Zum Anderen, bietet Costa Rica einen fantastisch schönen Rahmen mit viel Natur, weiten Stränden, warmen Klima und vielfältiger Landschaft. Kurz gesagt: wir fliegen wann, wo und wie wir wollen in einer atemberaubend schönen Umgebung!

Die Strände und Küsten bieten ruhige Luft, gute Start- und Landemöglichkeiten bei Ebbe und natürlich atemberaubend schöne Szenerien. Über den weiten und freien Stränden bietet es sich auch an einmal niedrig zu fliegen und dem gelegentlichen Strandbesucher zuzuwinken. Aber natürlich kann man auch hochsteigen und den Blick bis zum Horizont schweifen lassen inklusive Regenwald im Hinterland. Und mit etwas Glück entdeckt man vielleicht sogar Wale oder Delfine aus der Luft. Gerade die ruhigen Morgen- und Abendstunden sind perfekt geeignet für Aus-„flüge“ ins Hinterland, beispielsweise eine der vielen Flussläufe hinauf, in dem noch die frühmorgendlichen Nebelschwaden wabern, durch tief eingeschnittene Täler bis an den Rand der hohen Berge im Hinterland, umstrahlt von dem Licht der aufgehenden Sonne. Mit den richtigen Bedingungen ist es auch ohne weiteres möglich hinaufzufliegen bis zu dem Krater eines aktiven Vulkanes und dort einmal einen Blick in den rauchenden Schlund zu werfen.

Grundsätzlich kann man natürlich einen Rundflug unternehmen und am selben Ort starten und landen oder auch richtig Strecke zurücklegen und über hundert Kilometer entfernt später wieder landen. Eigentlich benötigt man dort auch nur ein bisschen Benzin und schon kann es weiter gehen.

Mit dem Paramotor rund um den Arenal Vulkan

Wie kommt man zum Paramotor Fliegen?

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten: ohne Erfahrung kann man sich mit einem erfahrenen Piloten auf einen Tandemflug begeben. Der Pilot fliegt und als Passagier hat man die Hände und den Kopf frei zum Genießen und Fotografieren. Wer alleine fliegen möchte, dem kann man nur aus vollem Herzen dazu raten, einen Kurs zu besuchen und das Fliegerhandwerk gründlich zu lernen. In vielerlei Hinsicht ist die Erfahrung als Gleitschirmpilot natürlich von großem Vorteil, aber einige Unterschiede gibt es doch auch. Dann steht einem allerdings das ganze Land Costa Rica als Spielplatz zum luftigen Entdecken offen. Schreib mir, wenn Ihr Fragen habt oder mehr Informationen benötigt!

Und mein nächster Plan?

Angedacht ist schon nächste Woche die karibische Küste Costa Ricas abzufliegen: von der Grenze mit Panama im Süden bis an die Grenze mit Nicaragua im Norden.

Eine Zwischenlandung im berühmten Nationalpark Tortuguero ist geplant mit einer Übernachtung im gleichnamigen Dorf. Zurzeit kümmern wir uns noch darum, dass dort dann Benzin für uns bereitsteht. Von dort geht es dann weiter bis an die Grenze mit Nicaragua über das letzte Dorf Costa Ricas, Barra del Colorado, hinweg.

Ich freue mich schon gewaltig. Das wird ein wildes und spannendes Abenteuer, das gute Planung verlangt. Der allergrößte Teil der Strecke ist über die Straße gar nicht erreichbar und wir werden in den Genuss von luftigen Erlebnissen und Perspektiven kommen, wie sie zuvor wohl noch nie jemand genossen hat. Auf gutes Gelingen und günstiges Fliegerwetter!

Nico

Über den Autor

Über Nico Bührmann: Ich bin seit 2008 in Costa Rica und mittlerweile schon richtig fest angesiedelt mit Frau und Kind. Meinen beiden großen Leidenschaften, dem Gleitschirmfliegen und dem Job als Reiseleiter, bin ich aber treu geblieben!

Mehr Informationen zu Costa Rica mit Tipps zur Urlaubsplanung und –begleitung gibt es bei den Costa Rica Experten Fredy und Nico von Tico.Reisen.

Gastautor

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