Manuel Antonio, Costa Rica (Foto: Marc Tschallener)

Manuel Antonio Nationalpark, Costa Rica

Manuel Antonio ist der kleinste Nationalpark Costa Ricas und gleichzeitig einer der meistbesuchten.

Lohnt es sich den Park anzusehen oder ist er bereits, wie man von Insidern hört, zu überlaufen? Diesen Fragen gehen wir im folgenden für dich nach.

Finde hier unsere Übersicht zu den Nationalparks in Costa Rica.

Lage & Anfahrt

Karte Provinz Puntarenas, Costa Rica

Der Manuel Antonio Nationalpark befindet sich in der Provinz Puntarenas, in der Nähe von Quepos am Zentralpazifik Costa Ricas und ist somit sehr gut erreichbar. Von San José aus erreichst du den Park über eine gut ausgebaute Verbindung in ca. 3.5 – 4 Stunden (Achtung: Vertraue Google Maps nicht!).

Nicht nur auf Grund der Lage, auch auf Grund der vorhandenen Infrastruktur wie Parkplätzen, Nationalparkinfrastruktur wie Aufsicht oder Duschen am Strand sowie auch auf Grund von vielen Restaurants, Hotels und Aktivitäten um den Park.

Mehr zu Aktivitäten um den Nationalpark, findest du hier: Beitrag zu Attraktionen und Erlebnissen am Zentralpazifik

Der Nationalpark

Da der Nationalpark Manuel Antonio übersichtlich gross oder eben klein ist, mag er als Park für „Einsteiger“ herhalten. Wenn es soetwas gibt. Was wir sagen möchten ist, dass du auf Grund der Lage schnell am Park bist, das Mietauto (Lies hier unseren Erfahrungsbericht über das Reisens mit Mietwagen) abgestellt hast oder aus dem Bus ausgestiegen bist und dich bereits im Park wieder findest.

Auf 1’983 Hektaren Land- und weiteren 55’000 Hektaren maritimer Fläche findest du eine grosse Artenvielfalt. Du findest hier verschiedene Faultiere, Wasch- sowie Nasenbären, verschiedene Vogelarten wie zum Beispiel den Tukan, diverse Amphibien wie Frösche sowie Schlangen und natürlich die beinahe überall präsenten Kapuziner- und Titi-Äffchen. Letztere haben sich im Park bereits sehr an die Besucher gewöhnt und auch wenn das Füttern verboten ist, schaffen es die kleinen verspielten Affen sich selbst zu bedienen. Aus deinem Rucksack zum Beispiel.

Bitte nicht füttern

Das Füttern der Wildtiere ist im Park strengstens verboten, wie in allen Nationalparks. Die oben erwähnte Tatsache, dass sich die Tiere bereits sehr an die Touristen gewöhnt haben, ist eigentlich kein gutes Zeichen, ist es doch das Ziel eines solchen Parks das Wildleben eben Wildleben sein zu lassen.

Aus diesem Grund werden im Manuel Antonio Nationalpark am Eingang vor Eintritt strenge Kontrollen zu Essen und Getränken durchgeführt. Es werden kleine Mengen zum persönlichen Verzehr geduldet, jedoch keine grösseren Mengen an Nahrungsmitteln und bei Getränken sind keine alkoholischen erlaubt. Sei dir dem bewusst und nimm somit nur das Nötigste mit. Denn wenn am Eingang der Eindruck erweckt wird, dass die Rationen über persönlichen Proviant gehen, werden sie konfisziert und entsorgt.

Kapuziner-Affe, Manuel Antonio Nationalpark

Kapuziner-Affe im Manuel Antonio Nationalpark | Foto: Korf-Adri

Titi-Affe, Manuel Antonio Nationalpark

Titi-Affe im Manuel Antonio Nationalpark | Foto: Gerry Zambonini

Rote Ara-Macaw, Manuel Antonio Nationalpark

Rote Ara-Macaw im Manuel Antonio Nationalpark | Foto: Tim Sackton

Frosch im Manuel Antonio Nationalpark

Siehst du den Frosch? | Foto: Marc Tschallener

Du möchtest Costa Rica gerne kennen lernen und hierher reisen?

Kein Problem, wir können dir helfen! Mit einer unverbindlichen Offerte für deine massgeschneiderte Costa Rica Reise.

Ist der Park lohnenswert?

Forbes hat Manuel Antonio 2011 zu den 12 schönsten Nationalparks der Welt gezählt. Es mag vielleicht gerade darum sein, dass viele Besucherströme in den kleinen Park Manuel Antonio führen. Doch du musst dir die Frage stellen warum Forbes so etwas behaupten würde. Selbstverständlich weil es sich eben lohnt in den Nationalpark zu gehen, um sich selber von Flora und Fauna beeindrucken zu lassen.

Auf der anderen Seite hat dies dazu geführt, dass der Park zeitweilen beinahe überlaufen anmutet.

Ist der Parkbesuch lohnenswert? Wir glauben es kommt ganz darauf an. Klar ist, dass du dich auch mit wenig Zeit in den kleinen Nationalpark begeben kannst und fast garantiert Tiere sehen wirst. Auf die andere Seite mag es nicht unbedingt „dein“ Park sein, wenn es darum geht Menschenmassen zu vermeiden.

Unser Tipp:Der Parkeintritt ist pro Tag auf wenige hundert Besucher beschränkt. Es lohnt sich somit für dich möglichst früh dort zu sein. Montags ist der Park geschlossen, um den Tieren eine Pause und Zeit für Reinigungsarbeiten zu bieten.

Abschliessend glauben wir doch, es ist lohnenswert den Manuel Antonio zu besuchen. Du hilfst mit deinem Beitrag dazu bei den Park sowie die einheimischen Tiere weiter beschützen zu können und Manuel Antonio ist wirklich schön gelegen sowie lässt zusätzlich eine Abkühlung zu.

Playa La Espadilla

La Espadilla heisst der Strandabschnitt vor dem eigentlichen Nationalpark Manuel Antonio. Dieser lädt dich dazu ein sonnenreiche Stunden zu verbringen und ist, gegenüber dem Eintrittspreis zum benachbarten Nationalpark, spottbillig. Nämlich gratis.

An diesem schönen Sandstrand gibt es verschiedene Verkäufer, die dir von Souvenirs, über Wasser bis zu Kokosnüssen beinahe alles anbieten können.

Geniesse einige Stunden hier am Strand. Mehr über Costa Rica’s Strände.

Manuel Antonio, Costa Rica (Foto: Marc Tschallener)

Playa La Espadilla, Costa Rica | Foto: Marc Tschallener

Fazit

Der Manuel Antonio Nationalpark ist nicht aus irgendeinem Grund einer der meistbesuchten des Landes. Aus unserer Sicht ist er auf jeden Fall sehenswert.

Wenn du jedoch eine etwas abgeschiedere Szenerie suchst, bist du vielleicht in einem anderen Park besser aufgehoben. Vielleicht im Tortuguero oder Corcovado Nationalpark? Hier findest du unsere Liste unserer Top 8 Nationalparks.

Wirst du den Manuel Antonio Nationalpark besuchen, wenn du nach Costa Rica reist? Oder warst du bereits hier? Wenn ja, wie war dein Eindruck? Wir freuen uns auf deinen Kommentar.

Pura vida!

 

Titelbild: Marc Tschallener

Fasziniert von Costa Rica?

Uns geht es genau so. Darum leben wir hier!

Du möchtest das Land und die Leute kennen lernen?

 

Das könnte dich auch interessieren

Marc Tschallener

Meine Frau und ich wohnen seit Dezember 2014 in der Stadt Cartago im Zentraltal Costa Ricas. Was für meine Frau eine Rückkehr in ihr Heimatland, ist für mich eine Auswanderung aus der Schweiz nach Zentralamerika. Hier arbeite ich im Tourismus-Bereich und bin dir gerne dabei behilflich deine Reise nach Costa Rica zu arrangieren.

4 Kommentare
  1. Doro
    Doro sagte:

    Hallo Marc,

    Deine Seite ist eine wahre Fundgrube. Seit Wochen stöbern wir auf ihr herum und finden immer wieder was Neues Interessantes!
    Auf diesem Wege möchte ich mich ganz herzlich für dieses Feuerwerk an Informationen bedanken. Wenn wir nicht schon vor langer Zeit gebucht hätten, wären wir sicher auf Euch zurückgekommen. Nochmals herzlichen Dank, Doro aus Köln (wir kommen im Januar, juhu!!!)

    Antworten
    • Marc Tschallener
      Marc Tschallener sagte:

      Hi Doro,

      danke für deinen Kommentar sowie deinen Blumen.

      Es freut uns immer sehr zu sehen, hören, lesen, dass unsere Inhalte ankommen und hilfreich sind. Danke dir!
      Gerne dürft ihr uns jemandem weiterempfehlen, wenn wer fragen sollte. Denn wir sprechen „Costa Rica“ und alles, was dazu gehört. 🙂

      Vielen Dank und bereits jetzt schöne Vorfreude sowie einen unvergesslichen Aufenthalt im Land des „pura vida“!

      Beste Grüsse,
      Marc

      Antworten
  2. Sabine
    Sabine sagte:

    Hallo Marc,
    ich war letztes Jahr in dem Park und fand ihn auch sehr schön. Ein wenig befremdlich ist, dass die Tiere dort überhaupt keine Angst mehr vor den Besuchern haben. Sie laufen einem quasi vor den Füßen herum und klauen was das Zeug hält. Am Strand ging es teilweise schon zu, wie in einem Comedy-Film. So richtig „Wildlife“ ist was anderes. Einen Besuch würde ich eher in den frühen Morgenstunden empfehlen, so wie Du schon sagst. Irgendwann wird es einfach unangenehm voll.

    Antworten
    • Marc Tschallener
      Marc Tschallener sagte:

      Hi Sabine,

      danke für deinen Kommentar.

      Ja, es ist schon befremdlich, wenn die Tiere sich so an die Parkbesucher gewöhnt sind. Daher gibt es eine Eingangsbeschränkung. Diese hilft der Tatsache zwar auch nicht mehr ab, dass sich die Tiere so an den Menschen gewöhnt haben, aber hey, immerhin.

      Der Park als solches wird sicherlich auch künftig viele Menschen anlocken. Auch wenn man weiss, dass sich die Tiere nicht mehr „wild“ verhalten. Aber, früh morgens ist er halt einfach ziemlich schön.

      Meine Lieblingsparks sind jedoch andere. Corcovado, Tortuguero oder auch der Marino Ballena.

      Danke dir & pura vida,
      Marc

      Antworten

Trackbacks & Pingbacks

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.