In Costa Rica hast du mit etwas Glück die Chance, den Coati schon nach kurzer Zeit zu sehen. In Costa Rica ist er meist unter dem Namen „Pizote“ bekannt. In der deutschen Sprache heißt er Nasenbär.
In Nationalparks und an stark frequentierten Orten sind Coatis oft wenig scheu. Sie bewegen sich über Pfade, durchkämmen den Boden nach Nahrung oder erscheinen in Gruppen aus dem Wald. Deswegen erscheinen sie vielen Reisenden fast zahm. Das sind sie jedoch nicht.
Was ist ein Coati?
Der Coati oder Nasenbär ist ein Tier, welches du in Costa Rica fast überall antreffen kannst. Es handelt sich dabei um ein Säugetier, das vom Aussehen her am besten wie eine Mischung zwischen einem Hund und einem Affen beschrieben werden kann.
Coatis leben in tropischen Regenwäldern, gehören zur Familie der Kleinbären und werden etwa 70 cm lang (Körper). Anzutreffen ist das Tier in ganz Mittelamerika sowie in Teilen von Südamerika.
| Info | Beschreibung |
|---|---|
| Deutscher Name | Nasenbär |
| Englischer Name | Coati / White-nosed coati |
| Spanischer Name in Costa Rica | Pizote |
| Wissenschaftlicher Name | Nasua narica |
| Familie | Kleinbären / Waschbärverwandte |
| Nahrung | Allesfresser: Früchte, Insekten, Eier, kleine Tiere |
| Aktivität | Vor allem tagaktiv |
| Sichtungen | Häufig in Nationalparks und Waldgebieten |
| Wichtigster Tipp | Nicht füttern und Abstand halten |

Beschreibung
Die wichtigsten Merkmale des Coatis sind seine lange, spitze Nase, sein langer Schwanz und dazu kurze Beine. Der Coati ist zumeist braun/schwarz mit weißen Stellen im Gesicht und am Bauch. Äußerlich kann der Coati auf den ersten Blick auch mit einem Waschbären verwechselt werden. Die Coatis essen so ziemlich alles, inklusive Resten, die sie im Abfall finden.
Vorkommen in Costa Rica
Wie eingangs erwähnt ist der Coati in fast jedem Teil von Costa Rica heimisch. In so ziemlich jedem Nationalpark kannst du dem Tier begegnen. Selbst auf dem über 3400 m hohen Vulkan Irazú.
Insbesondere auch dort, wo viele Touristen anzutreffen sind, fühlt sich der Coati wohl. Denn er ist ziemlich schlau und flink. Kombiniert mit dem Fehlen jeglicher Angst vor Menschen kommt es immer wieder vor, dass sich die Coatis ganz einfach bei den Touristen „bedienen“. Also immer vorsichtig sein und das Sandwich nicht auf dem Tisch liegen lassen 😉
Wo kann man Coatis in Costa Rica sehen?
In vielen Teilen von Costa Rica kannst du Coatis antreffen. In Nationalparks, Schutzgebieten und Waldregionen mit vielen Früchten, Insekten und wenig Störung hast du besonders gute Chancen.
Häufige Orte für Sichtungen sind:
- Manuel Antonio
- Cahuita
- Rincón de la Vieja
- Corcovado
- Monteverde
- La Fortuna / Arenal
- Tortuguero
- Carara
- Santa Rosa
In bekannten Parks sind Coatis oft an Besucher gewöhnt. Das bedeutet aber nicht, dass du sie anfassen oder füttern solltest.
Warum du Coatis nicht füttern solltest
Auch wenn Coatis neugierig wirken: Bitte füttere sie nicht. Das ist schlecht für die Tiere und kann gefährlich werden.
Wenn Coatis regelmäßig Futter von Menschen bekommen, verlieren sie ihre natürliche Scheu. Sie kommen Besuchern näher, durchsuchen Taschen, werden aufdringlich und können beißen oder kratzen. Außerdem ist menschliches Essen für Wildtiere nicht geeignet.
Besonders in touristischen Nationalparks ist das ein echtes Problem. Halte Abstand, bewahre Essen geschlossen auf und lass keine Snacks offen herumliegen.
Unterschied zwischen Coati, Waschbär und Aguti
In Costa Rica werden Coatis manchmal mit anderen Tieren verwechselt. Am einfachsten erkennst du sie an ihrer langen Nase und dem langen Schwanz.
| Tier | Erkennungsmerkmal |
|---|---|
| Coati / Nasenbär | Lange Nase, langer Schwanz, oft in Gruppen |
| Waschbär | Kürzere Nase, maskenartiges Gesicht, oft nachtaktiver |
| Aguti | Nagetier, kein langer Schwanz, wirkt eher wie ein großes Meerschweinchen |
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